Das Thema Ernährung

Jeder Tierbesitzer weiß wie schwer es fällt ,,Nein” zu sagen. Wenn man mit treuem Blick angeschaut wird und trotzdem wissen wir alle, dass es für unsere Haustiere nicht gut ist, wenn sie zuviel des Guten erhalten. Das Körpergewicht unserer Haustiere spielt für die Tiergesundheit eine große Rolle, da viele Folgeerkrankungen infolge von Übergewicht durch falsche Ernährung auftreten können. Die einfachste Methode das Gewicht zu kontrollieren ist neben dem direkten Wiegen Ihres Tieres das Abtasten von Rippen, Brustkorb und Rückgrat. Wenn Sie diese Körperpunkte beim Drüberstreichen ohne Druck erfühlen können (Rippen nicht sehen aber sehr gut fühlen), eine deutliche Taille von oben erkennen können und von der Seite einen aufgezogenen Bauch sehen, dann hat Ihr Hund ein gutes Gewicht. Wenn nicht, dann sollten sie das Gewicht Ihres Tieres überprüfen und anhand einer rassespezifischen Gewichtstabelle feststellen, wieviel Übergewicht Ihr Liebling auf die Waage bringt.

Diät:

Eine Diät sollte möglichst in Abstimmung mit einem Tierarzt erfolgen und Hungerkuren sollten Sie in keinem Fall in Erwägung ziehen, da dies massive gesundheitliche Schäden hervorrufen kann. Kleine Mahlzeiten mit ca. 40% weniger Futter im Vergleich zur üblichen Futtermenge, keinerlei Leckerchen und mehr Bewegung/Spiel ist immer noch der klassische und sicherlich auch der beste Weg. Gerade Leckerchen potenzieren den Kalorienverbrauch, auch wenn sie kalorienarm sind und nur geringe Mengen gegeben werden.

Des Weiteren sollte Essen von unserem Tisch Tabu sein, da Sie hier kein Maß haben und Sie Ihr Haustier zum Betteln animieren.

Sie sollten sich bewusst machen, dass Übergewicht bei unseren Tieren ein sehr viel stärkeres und schlimmeres Ausmaß hat, als bei uns Menschen. Wir können ein paar Kilo zu viel durchaus kompensieren. Unsere Haustiere können das aufgrund ihrer geringen Größe nicht. Ihr Organismus ist dafür einfach nicht geschaffen und die Natur kennt kein Übergewicht.

Untergewicht:

Sobald Sie feststellen, dass Ihre Katze oder Ihr Hund ungewollt abnimmt, sollten Sie zum Tierarzt gehen. Denn dann stimmt etwas nicht und die Ursachen sollten unbedingt abgeklärt werden. Bieten Sie Ihrem Haustier mehr Futter an und es wird verweigert, so ist dies ein wichtiges Indiz dafür das etwas nicht stimmt. Hier ist Vorsorge absolut notwendig.

Sorgen Sie nicht nur für die richtige Ernährung, sondern vor allem für die richtigen Mengen. Sie werden mit einem gesünderen Katzen- und Hundeleben belohnt.

Barfen:

Mit BARF ist eine Ernährungsform gemeint, die ausschließlich auf naturbelassenes Futter zurückgreift, wie zum Beispiel rohes Fleisch, Innereien, Fisch, Knochen und manchmal noch die Zugabe von rohem Gemüse, Obst oder Nüssen. Bei dieser Fütterungsmethode werden industrielle Futtermittel gänzlich vom täglichen Speiseplan gestrichen. Der Hintergrund liegt in der Erforschung der Geschichte unserer Haustiere. So geht man davon aus, dass ein Wolf oder eine Raubkatze ja auch nichts anderes auf ihrem Speiseplan stehen hatte. Doch die Schlussfolgerung, dass dies heute auch noch für unsere Haustiere gut sein muss, birgt einige Risiken in sich, derer Sie sich bewusst sein müssen.

Wenn Sie – egal ob bei Hund oder Katze – das Barfen in Betracht ziehen, sollten Sie unbedingt sehr kundig in Tierernährung sein und sich ebenso gut mit Futtermitteln auskennen. Das Beste ist also ein Tierarzt, der sich mit diesem Spezialgebiet sehr gut auskennt und Ihnen hilft, einen genauen Fütterungsplan und eine entsprechende Rationierung zusammenzustellen. Hier bedarf es wirklich eines Spezialisten der hiesigen Universitäten.

Gerade bei Hunden wird gerne auf Schlachtabfälle zurückgegriffen, die oftmals schwerverdaulich sind und zu einem zu hohen Anteil unverdauten Eiweißes führt, das dann in den Darm gelangt und dort entsprechende Blähungen und Durchfall hervorruft.

Auch passiert es leicht, dass zu viele Knochen verfüttert werden, die ebenfalls zu zahlreichen Schädigung führen können. Sei es durch zersplitterte Knochen bei Metzgereiabfällen, die sich tief im Zahnfleisch eingraben können und bis zu Perforationen in Speiseröhre oder Magen führen können oder Knochenfütterung massive Verstopfungen nach sich zieht, die nur operativ entfernt werden kann.

Grundsätzlich empfehlen wir das Barfen NICHT, schon gar nicht bei Welpen oder Junghunden.

Die richtige artgerechte Fütterung Ihres Lieblings ist sicherlich kein einfaches Unterfangen und setzt voraus, dass Sie sich mit der Thematik auseinandersetzen. Vertrauen Sie dabei auf Ihr Gefühl, denn das wird Sie ohne Frage zu dem richtigen und gesunden Futter für Ihren Liebling führen.